Oldenburg – Hauptbahnhof

OLDENBURG - HAUPTBAHNHOF

1916 ist die folgende, recht bekannte Ansichtskarte gelaufen.

1916 ist die folgende, recht bekannte Ansichtskarte gelaufen.

Beschreibung des Bahnhofs

Nachdem 1911 der Provisorische Bahnhof in Betrieb genommen wurde konnte der alte Centralbahnhof abgerissen werden. An dessen Stelle wurde dann in den Jahren 1912 bis 1914 der neue Bahnhof gebaut. Während der Zeit wurde der Betrieb vollständig aufrecht erhalten. Durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges konnte der Bahnhof dann erst 1915 eingeweiht werden, ursprünglich geplant war Ende 1914.

Das eigentliche Empfangsgebäude bildete dabei mit dem Fürstenbau und dem Gebäude der Bahnpost eine bauliche Einheit. Der Architekt Friedrich Mettegang hat das Gebäude nach Vorbildern der typischen Bauernhäuser, dies wurde durch die Verwendung des einheimischen Bockhorner Klinkers noch unterstützt. Auch der Bahnhofsplatz konnte in die Gesamtgestaltung mit einbezogen werden, da dieser ebenfalls im Besitz der G.O.E. war.

Die Bahnsteige sind durch einen Tunnel für die Reisenden zugänglich, zusätzlich wurden noch zwei Gepäcktunnel zu den Gepäck-Bahnsteigen zwischen den Gleisen angelegt. Über den Bahnsteigen spannen sich drei Hallen aus Stahl, die durch die großflächige Verglasung eine gute Beleuchtung sicherstellen. Der Dampf der Lokomotiven konnte durch die Öffnungen gut abziehen.

Das Bahnhofsgebäude und insbesondere der Vorplatz haben sich in den letzten gut 100 Jahren zum Teil deutlich verändert. Das alte Bahnpostgebäude wurde durch einen schmucklosen Betonklotz ersetzt, der Vorplatz hat sein Aussehen immer wieder verändert, ob die Gleishallen bestehen bleiben ist nach wie vor unklar.

Weitere Bilder des Bahnhofs

Architekturmodell des Bahnhofs aus der Planungszeit. Das Modell ist meines Wissens nicht erhalten, einzig einige Ansichtskarten gibt es davon. Diese ist herausgegeben vom Verlag des Vereins Oldenburgischer Eisenbahner.

Architekturmodell des Bahnhofs aus der Planungszeit. Das Modell ist meines Wissens nicht erhalten, einzig einige Ansichtskarten gibt es davon. Diese ist herausgegeben vom Verlag des Vereins Oldenburgischer Eisenbahner.

Grundriss des neuen Bahnhofsgebäudes. Aus dem "Zentralblatt der Bauverwaltung", Heft 13 und 15 von 1916.

Grundriss des neuen Bahnhofsgebäudes. Aus dem "Zentralblatt der Bauverwaltung", Heft 13 und 15 von 1916.

Aufriss und Schnitt durch den Hauptbahnhof. Aus dem "Zentralblatt der Bauverwaltung" von 1916.

Aufriss und Schnitt durch den Hauptbahnhof. Aus dem "Zentralblatt der Bauverwaltung" von 1916.

Lageplan mit Bahnhofsplatz und Bahnhsteigen aus dem "Zentralblatt der Bauverwaltung" von 1916.

Lageplan mit Bahnhofsplatz und Bahnhsteigen aus dem "Zentralblatt der Bauverwaltung" von 1916.

Noch während des ersten Weltkrieges wurden gerne Luftschiffe in Ansichtskarten mir eingebaut. Dass diese Karten aber auch noch Jahre nach dem Krieg versendet wurden, zeigt diese erst 1925 verschickte.

Noch während des ersten Weltkrieges wurden gerne Luftschiffe in Ansichtskarten mir eingebaut. Dass diese Karten aber auch noch Jahre nach dem Krieg versendet wurden, zeigt diese erst 1925 verschickte.

Die 1932 verschickte Karte zeigt den Bahnhof und die Gleishallen. Der Uhrturm des Bahnhofes erscheint seltsam gedrungen und verzerrt. Die Nummer der auf Gleis 5 stehenden P 8 lässt sich beim besten Willen nicht erkennen.

Die 1932 verschickte Karte zeigt den Bahnhof und die Gleishallen. Der Uhrturm des Bahnhofes erscheint seltsam gedrungen und verzerrt. Die Nummer der auf Gleis 5 stehenden P 8 lässt sich beim besten Willen nicht erkennen.

Aus der Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen der G.O.E. von 1917 stammt die folgende Ansicht auf die Bahnsteige.

Aus der Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen der G.O.E. von 1917 stammt die folgende Ansicht auf die Bahnsteige.

Eine ganz ähnliche Ansicht etwa 50 Jahre später – viel verändert hat sich noch nicht.

Eine ganz ähnliche Ansicht etwa 50 Jahre später – viel verändert hat sich noch nicht.

Ebenfalls aus der Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen der G.O.E. stammt die folgende Ansicht der Signalbrücke zwischen Pferdemarkt und Bahnhof.

Ebenfalls aus der Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen der G.O.E. stammt die folgende Ansicht der Signalbrücke zwischen Pferdemarkt und Bahnhof.

Der Bahnhofsvorplatz musste in den letzten 100 Jahren so mache Veränderung mitmachen musste. 1916 zierten den Vorplatz Wiesen, Beete und Bäume.

Der Bahnhofsvorplatz musste in den letzten 100 Jahren so mache Veränderung mitmachen musste. 1916 zierten den Vorplatz Wiesen, Beete und Bäume.

Vermutlich in den 40er Jahren steht ein O-Bus an dem schönen Pavillon vor dem Bahnhof.

Vermutlich in den 40er Jahren steht ein O-Bus an dem schönen Pavillon vor dem Bahnhof.

Die 1953 datierte Karte zeigt etwas mehr vom Bahnhofsplatz, aber auch die Lücken, die der Bombenangriff 1944 in die Bebauung gerissen hat. Der Bahnhof selbst hat diesen Angriff verhältnismäßig glimpflich überstanden.

Die 1953 datierte Karte zeigt etwas mehr vom Bahnhofsplatz, aber auch die Lücken, die der Bombenangriff 1944 in die Bebauung gerissen hat. Der Bahnhof selbst hat diesen Angriff verhältnismäßig glimpflich überstanden.

1963 sind die O-Busse auch schon wieder Geschichte, die Beete auf dem Bahnhofsplatz mussten Parkplätzen weichen.

1963 sind die O-Busse auch schon wieder Geschichte, die Beete auf dem Bahnhofsplatz mussten Parkplätzen weichen.

Eine weitere Ansicht des Platzes, aufgenommen etwa Mitte der 60er Jahre.

Eine weitere Ansicht des Platzes, aufgenommen etwa Mitte der 60er Jahre.

Die 1916 gelaufene Karte zeigt und die Empfangshalle. Rechts geht es hinter der Bahnsteigsperre durch den Tunnel zu den Gleisen, links ist noch der Wartesaal III. und IV. Klasse zu sehen.

Die 1916 gelaufene Karte zeigt und die Empfangshalle. Rechts geht es hinter der Bahnsteigsperre durch den Tunnel zu den Gleisen, links ist noch der Wartesaal III. und IV. Klasse zu sehen.

Erst 1925 gelaufen ist die Karte mit einem Blick aus der Schalterhalle in Richtung Wartesäle.

Erst 1925 gelaufen ist die Karte mit einem Blick aus der Schalterhalle in Richtung Wartesäle.

Ein Blick auf die Fahrkartenschalter, die Karte ist 1916 gelaufen.

Ein Blick auf die Fahrkartenschalter, die Karte ist 1916 gelaufen.

Auch der 1915 eröffnete Hauptbahnhof hatte nach Klassen getrennte Wartesäle. Der mit prächtigen Jugendstil-Ornamenten geschmückte Wartesaal erster und zweiter Klasse beherbergt heute das Reisezentrum. Die Ansichtskarte ist im Eröffnungsjahr gelaufen.

Auch der 1915 eröffnete Hauptbahnhof hatte nach Klassen getrennte Wartesäle. Der mit prächtigen Jugendstil-Ornamenten geschmückte Wartesaal erster und zweiter Klasse beherbergt heute das Reisezentrum. Die Ansichtskarte ist im Eröffnungsjahr gelaufen.

Der Wartesaal in die andere Richtung aufgenommen, die Karte ist 1917 gelaufen.

Der Wartesaal in die andere Richtung aufgenommen, die Karte ist 1917 gelaufen.

Der Wartesaal der dritten und vierten Klasse ist schon deutlich einfacher gehalten. Beachtenswert die Karte des Herzogtums mit den Eisenbahnlinien. Die Karte ist 1917 gelaufen.

Der Wartesaal der dritten und vierten Klasse ist schon deutlich einfacher gehalten. Beachtenswert die Karte des Herzogtums mit den Eisenbahnlinien. Die Karte ist 1917 gelaufen.

Diese 1915 gelaufene Karte zeigt etwas mehr Details. Ein Bier kostete damals 15 Pfennig...

Diese 1915 gelaufene Karte zeigt etwas mehr Details. Ein Bier kostete damals 15 Pfennig...

Noch eine kuriose Karte. Die Perspektiven passen so gar nicht. Vielleicht war der Zeichner (signiert: Bökmann 1915) vom Kubismus inspiriert…

Noch eine kuriose Karte. Die Perspektiven passen so gar nicht. Vielleicht war der Zeichner (signiert: Bökmann 1915) vom Kubismus inspiriert…

Mehr zum Thema - externe Seiten

Beitrag im Historischen Forum bei Drehscheibe Online
Am 22.07.2017 habe ich im Rahmen meiner Reihe "Zu Großherzogs Zeiten" Bilder vom Hauptbahnhof in Oldenburg gezeigt.
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