Die Lokomotive Nr. 286, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9756.

1921: Güterzug-Tenderlokomotive

Die Lokomotive Nr. 286, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9756.
Die Lokomotive Nr. 286, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9756.

Beschreibung der Lokomotiven

Als ab 1911 die vierfach gekuppelte Tenderlokomotiven in Dienst gestellt wurden, waren diese noch als Naßdamplokomotiven ausgeführt. Auch die 1919 gebauten Maschinen arbeiteten noch nach diesem Prinzip. Dies ist an sich verwunderlich, hatte sich doch gerade bei Tenderlokomotiven mit ihren beschränkten Vorräten das Heißdampfprinzip als angebracht erwiesen.

Trotzden dauerte es noch bis 1921, bis in Oldenburg auch Tenderlokomotiven in der Heißdampfausführung zum Einsatz kamen, nachdem ja bereits die Schnellzuglokomotive von 1917 mit diesem Triebwerk gebaut worden war.
Die preußische T 13.1, die bereits seit 1916 in Heißdampfausführung gebaut wurde, wurde mit geringen Änderungen übernommen. Da sie von vorneherein für den Personenzugdienst und den Verkehr auf Nebenbahnen vorgesehen war, hat sie eine Lentz- Ventilsteuerung erhalten. Mit den Schmidt’schen Kleinrohrüberhitzer wurde eine schnellere Überhitzung erreicht, gerade auf Nebenbahnen und im Streckendienst mit häufigen Unterwegshalten war dies von großem Vorteil.

Der Zylinderdurchmesser ist wegen des größeren Expansionsvermögens auf 530 mm vergrößert worden. Außerdem wurde eine Dampfstrahlpumpe durch eine Kolbenspeisepumpe mit Abdampfspeisewasservorwärmer der Bauart Knorr ersetzt, der auf dem Kessel montiert war.

Von der Deutschen Reichsbahn wurden alle vier Maschinen übernommen. Nach dem zweiten Weltkrieg gelangte eine an die Deutsche Reichsbahn der DDR, die drei anderen an Kleinbahnen, nämlich die Kleinbahn Vorwohle-Emmertal, die Westfälische Landeseisenbahn und an die Kleinbahn Voldagsen-Duingen-Delligsen. Bei diesen Bahnen wurden sie Ende der 50er Jahre ausgemustert.


Technische Daten der Lokomotiven

Bauart?
Baujahr?
Länge über Puffer? mm
Höchstgeschwindigkeit? km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser? mm
Laufraddurchmesser vorn? mm
Laufraddurchmesser hinten? mm
Zylinderdurchmesser? mm
Kolbenhub? mm
Rostfläche? qm
Heizfläche? qm
Kesselüberdruck? bar
Leergewicht? t
Dienstgewicht? t
Reibungsgewicht? t
Tender?-achsig

Skizze der Lokomotiven

Skizze der oldenburgischen T 13 (links) und der T 13.1 (rechts) Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn.
Skizze der oldenburgischen T 13 (links) und der T 13.1 (rechts) Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn.

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hanomag9756192128692 4011945 DR Ost
Hanomag9757192128792 4021948 an DEBG – VEE (91)
ausgemustert 1959
Hanomag9758192128892 4031948 an WLE (158)
ausgemustert 1958
Hanomag9759192128992 4041948 an DEB6 – VOD (96)
ausgemustert 1959

Weitere Bilder der Lokomotiven

T 13.1 Nr. 286 mit der Reichsbahnnummer 92 401
T 13.1 Nr. 286 mit der Reichsbahnnummer 92 401
Die Heizerseite der T 13.1 Nr. 288 mit der Reichsbahnnummer 92 403
Die Heizerseite der T 13.1 Nr. 288 mit der Reichsbahnnummer 92 403
Die Lokführerseite der T 13.1 Nr. 288 mit der Reichsbahnnummer 92 403
Die Lokführerseite der T 13.1 Nr. 288 mit der Reichsbahnnummer 92 403

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Die Lokomotive Nr. 281, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9751. Hier eine Ansichtskarte der Hanomag.

1921: Güterzuglokomotive

Die Lokomotive Nr. 281, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9751. Hier eine Ansichtskarte der Hanomag.
Die Lokomotive Nr. 281, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9751. Hier eine Ansichtskarte der Hanomag.

Beschreibung der Lokomotiven

Nachdem bis zum Jahre 1920 der Oberbau der oldenburgischen Strecken verstärkt worden war, konnten nun auch stärkere Maschinen mit einer höheren Achsfahrmasse als 14 bis 15 t eingesetzt werden. Somit war man nicht mehr auf die besonders leichten Eigenentwicklungen angewiesen, sondern konnte Baureihen anderer Bahnverwaltungen fast unverändert übernehmen.

1921 wurden von der HANOMAG fünf Güterzuglokomotiven für die Oldenburgische Bahnverwaltung gebaut, die ein getreues Abbild der preußischen Gattung G 8.2 waren. Von diesen unterschieden sie sich lediglich durch die Anwendung der Lentz-Ventilsteuerung. Die Lieferung der Maschinen mit dieser für Oldenburg typischen Steuerung wurde durch das Reichsverkehrsministerium auf Antrag besonders genehmigt, da die Steuerungsart seit 1909 erfolgreich angewendet wurde. Wie bei den zuletzt beschafften Bauarten wurde auf den Ventilkasten verzichtet, statt dessen erhielten die Ventile einzelne Töpfe. Die Masse der beweglichen Steuerungsteile wurde auf ein Mindestmaß reduziert. Der Ventilsatz konnte durch insgesamt acht Schauluken am Zylinderkörper beobachtet werden.

Wie die preußischen Lokomotiven waren die oldenburgischen mit einem einfachen Zwillingstriebwerk ausgerüstet; dem damals üblichen Entwicklungsstand entsprechend kam das Heißdampfprinzip zur Anwendung.

Die mit dem kurzem Kessel und der hohen Kessellage sehr gedrungen wirkenden Maschinen gehörten mit einer Reibungsmasse von 70 t zu den stärksten Güterzuglokomotiven Europas. Durch die gute Anfahrbeschleunigung konnte sie aber durchaus auch im Personenzugdienst eingesetzt werden.

Alle fünf für Oldenburg gebauten Maschinen wurden von der Reichsbahn übernommen. Hier taten sie noch lange Dienst und wurden erst Mitte der 50er Jahre ausgemustert.


Technische Daten der Lokomotiven

Bauart?
Baujahr?
Länge über Puffer? mm
Höchstgeschwindigkeit? km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser? mm
Laufraddurchmesser vorn? mm
Laufraddurchmesser hinten? mm
Zylinderdurchmesser? mm
Kolbenhub? mm
Rostfläche? qm
Heizfläche? qm
Kesselüberdruck? bar
Leergewicht? t
Dienstgewicht? t
Reibungsgewicht? t
Tender?-achsig

Skizze der Lokomotiven

Skizze der oldenburgischen G 8.2 Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968
Skizze der oldenburgischen G 8.2 Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hanomag9751192128156 2276ausgemustert 1958
Hanomag9752192128256 2277ausgemustert 1954
Hanomag9753192128356 2278ausgemustert 1958
Hanomag9754192128456 2279
Hanomag9755192128556 2280ausgemustert ca. 1950

Weitere Bilder der Lokomotiven

G 8.2 Nr. 283, hier bereits mit der Reichsbahnhummer 56 2278
G 8.2 Nr. 283, hier bereits mit der Reichsbahnhummer 56 2278
Auf dem Verschiebebahnhof wartet die 56 2280 vor dem Schuppen, die die Nummer 285 bei der Oldenburgischen Bahnverwaltung getragen hatte.
Auf dem Verschiebebahnhof wartet die 56 2280, die die Nummer 285 bei der Oldenburgischen Bahnverwaltung getragen hatte.

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Die Lokomotive Nr. 232 "WANGERLAND" von 1912, hier mit der Reichsbahnnummer 55 6202.

1912: Güterzuglokomotive

Die Lokomotive Nr. 232 "WANGERLAND" von 1912, hier mit der Reichsbahnnummer 55 6202.
Die Lokomotive Nr. 232 „WANGERLAND“ von 1912, hier mit der Reichsbahnnummer 55 6202.

Beschreibung der Lokomotiven

Durch die ständig steigenden Zugmassen wurden immer häufiger Vorspannlokomotiven erforderlich. Da dies mit der Zeit unwirtschaftlich wurde, mußte die Oldenburgische Staatsbahn also eine neue, stärkere Güterzuglokomotive beschaffen. Es mußte eine völlig neue Maschine entworfen werden, da die preußische G 7.2, die schon seit 1893 gebaut wurde, veraltet war und die neuere G 9, als Verbund-Lokomotive gebaut, zu schwer geworden wäre.
Bei dem neuen Entwurf wurde ein hochliegender Kessel vorgesehen, der auf dem Blechrahmen gestellt wurde. Dadurch konnte die Feuerkiste mit ebenen Seitenwänden gebaut werden. Die sich bietende Gelegenheit zur Rostvergrößerung wurde hingegen nicht genutzt.

Aufgrund der günstigen Erfahrungen bei den Personen- und Schnellzuglokomotiven wurde auch hier die Lentz-Ventilsteuerung angewendet. Durch Auflösung des Ventilkastens in vier Ventiltöpfe konnte sie noch verbessert werden. Zum Einbau des Verbinderdampftrockners Bauart Ranafier oder das Heißdampfprinzip anzuwenden konnte man sich nicht entschließen.

Die außenliegende Heusinger-Steuerung wurde einfach und glatt durchgebildet. In Norddeutschland eher selten war die einseitige Stützung der Schwinge an einer kurzen, kräftigen Welle, die an Leitbahnhalter und Rahmen gelagert war. Auch bei weiteren Nachbestellungen wurde diese Ausführung beibehalten.

Vor der Dampfpfeife befand sich ein parabolisch gekrümmtes Blech, um die Schallwirkung nach hinten zu leiten, damit auch die Bremser am Zugschluß noch die das Pfeifen vernehmen konnten.

Von der Reichsbahn wurden 13 Maschinen übernommen und 1925 auf Heißdampf umgebaut. Neun Lokomotiven kamen nach dem ersten Weltkrieg als Reparationsleistung nach Belgien.


Technische Daten der Lokomotiven

BauartD-n2v
Baujahr1912 – 1918
Länge über Puffer17395 mm
Höchstgeschwindigkeit45 km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser1350 mm
Laufraddurchmesser vorn
Laufraddurchmesser hinten
Zylinderdurchmesser500/700 mm
Kolbenhub660 mm
Rostfläche2,23 qm
Heizfläche180,1 qm
Kesselüberdruck12,0 bar
Leergewicht51,6 t
Dienstgewicht58,5 t
Reibungsgewicht58,5 t
Tender3 T 16

Skizze der Lokomotiven

Skizze der oldenburgischen G 7 (bzw. G 9) Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968
Skizze der oldenburgischen G 7 (bzw. G 9) Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hanomag65231912231AMMERLAND55 6201ausgemustert 1934
Hanomag65241912232WANGERLAND55 6202ausgemustert 1935
Hanomag65251912233BUTJADINGEN55 6203ausgemustert 1934
Hanomag65261912234STADLAND55 6204ausgemustert 1934
Hanomag65271912235STEDINGEN55 6205ausgemustert 1935
Hanomag69351913246MOORIEM55 6207ausgemustert 1935
Hanomag69341913247OESTRINGEN55 6206
Hanomag73181914251JEVERLAND55 6208ausgemustert 1935
Hanomag73191914252MÜNSTERLAND55 6209ausgemustert 1935
Hanomag73201914253SAGTERLAND55 6210ausgemustert 1935
Hanomag73211914254LANDWÜHRDEN55 6211ausgemustert 1935
Hanomag73221914255FRIESLAND55 6212ausgemustert 1934
Hanomag76261915259RHEIDERLAND1919 an Belgien (8689)
ausgemustert vor 1931
Hanomag76271915260HARLINGERLAND1919 an Belgien (8690)
ausgemustert vor 1931
Hanomag75981915261WÜSTENLAND55 6213ausgemustert 1935
Hanomag75991915262NESSERLAND1919 an Belgien (8692)
ausgemustert vor 1931
Hanomag76001915263LEEDINGERLAND1919 an Belgien (8693)
ausgemustert vor 1931
Hanomag85691918272GRONINGERLAND1919 an Belgien (8697)
ausgemustert vor 1931
Hanomag85701918273WANGEROOG1919 an Belgien (8698)
ausgemustert vor 1931
Hanomag85711918274SPIEKEROOG1919 an Belgien (8694)
ausgemustert vor 1931
Hanomag85721918275LANGEOOG1919 an Belgien (8695)
ausgemustert vor 1931
Hanomag85731918276BALTRUM1919 an Belgien (8696)
ausgemustert vor 1931

Weitere Bilder der Lokomotiven

G 7 Nr. 235 "STEDINGEN" auf einer Ansichtskarte der Hanomag
G 7 Nr. 235 „STEDINGEN“ auf einer Ansichtskarte der Hanomag
Den prominenten Namen "LANDWÜHRDEN" erhielt die Nr. 254 bei der G.O.E. Diesen Namen trug schon die erste von Krauss in München gebaute Lokomotive. Hier zu Reichsbahnzeiten als 56 6211 vor dem Schuppen auf dem Verschiebebahnhof.
Den prominenten Namen „LANDWÜHRDEN“ erhielt die Nr. 254 bei der G.O.E. Diesen Namen trug schon die erste von Krauss in München gebaute Lokomotive. Hier zu Reichsbahnzeiten als 56 6211 vor dem Schuppen auf dem Verschiebebahnhof.
Die Nr. 255 "FRIESLAND" erhielt bei der Reichsbahn die Nr. 56 6212. Hier vor dem Schuppen auf dem Verschiebebahnhof Oldenburg.
Die Nr. 255 „FRIESLAND“ erhielt bei der Reichsbahn die Nr. 56 6212. Hier vor dem Schuppen auf dem Verschiebebahnhof Oldenburg.
Die G 7 Nr. 235 "STEDINGEN" auf einer weiteren Ansichtskarte der Hanomag
Die G 7 Nr. 235 „STEDINGEN“ auf einer weiteren Ansichtskarte der Hanomag

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Die Lokomotive Nr. 221 "HERKULES", gebaut 1911 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 6223

1911: Güterzug-Tenderlokomotive

Die Lokomotive Nr. 221 "HERKULES", gebaut 1911 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 6223
Die Lokomotive Nr. 221 „HERKULES“, gebaut 1911 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 6223

Beschreibung der Lokomotiven

1911 wurde der Verschiebebahnhof Oldenburg in Betrieb genommen. Für den Dienst auf diesem und anderen Rangierbahnhöfen reichten die C-gekuppelten Maschinen nicht mehr aus. Das Fehlen einer leistungsfähigen Rangierlok wurde mit der Beschaffung einer vierfach gekuppelten Maschine ausgeglichen, die in allen wesentlichen Teilen der preußischen T 13 entsprach, obwohl diese eigentlich für den Nebenbahndienst konzipiert war.
Der Konstruktion der T 13 waren in Preußen heftige Diskussionen vorausgegangen, ob nun das Naß- oder das Heißdampfverfahren Anwendung finden solle. Obwohl bereits ausreichend und gute Erfahrung mit dem Heißdampfverfahren, das Robert Garbe favorisierte, vorlagen, entschied man sich in Preußen für die Naßdampfversion, da man hierbei Vorteile im Betrieb und bei der Wartung erwartete.

Abweichend von der preußischen Bauart kamen einige oldenburgische Besonderheiten zur Ausführung. Die Kolbenstangen wurden durch die vorderen Zylinderdeckel hindurchgeführt und die entlasteten Flachschieber Bauart Ranafier verwendet.

Bemerkenswert an der Maschine ist, daß sie wohl die einzige deutsche vierfach gekuppelte Lokomotive ist, bei der die zweite Kuppelachse angetrieben wurde.

Infolge der Materialknappheit durch den Ersten Weltkrieg erhielten die Maschinen ab 1917 eine geschweißte innere Feuerkiste aus Eisen, die aber später wieder durch solche aus Kupfer ersetzt wurde.

Von der Deutschen Reichsbahn wurden 1925 alle 10 Maschinen übernommen und mit denen aus Preußen in die Reihe 92 eingereiht. Noch über Jahrzehnte hinweg taten sie Dienst. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten einige der Lokomotiven an die Deutsche Reichsbahn der DDR, bei der Bundesbahn wurden die verbliebenen Lokomotiven gegen Ende der 50er Jahre ausgemustert.


Technische Daten der Lokomotiven

BauartD-n2
Baujahr1911 – 1919
Länge über Puffer11100 mm
Höchstgeschwindigkeit45 km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser1250 mm
Laufraddurchmesser vorn
Laufraddurchmesser hinten
Zylinderdurchmesser500 mm
Kolbenhub600 mm
Rostfläche1,7 qm
Heizfläche116,2 qm
Kesselüberdruck12,0 bar
Leergewicht47,2 t
Dienstgewicht62,3 t
Reibungsgewicht62,3 t
Tender

Skizze der Lokomotiven

Skizze der oldenburgischen T 13 (links) und der T 13.1 (rechts) Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn.
Skizze der oldenburgischen T 13 (links) und der T 13.1 (rechts) Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn.

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hanomag62211911219SIMSON92 585ausgemustert 1958
Hanomag62221911220GOLIATH92 586
Hanomag62231911221HERKULES92 5871945 DR Ost
Hanomag62241911222ATLAS92 5881945 Saarbahnen
Hanomag66341912239TITAN92 606ausgemustert 1956
Hanomag66351912240CYKLOP92 6071945 DR Ost
Hanomag79981917264GIGANT92 910
Hanomag79991917265HÜNE92 9111945 DR Ost
Hanomag92261919277RECKE92 912an OHE (92 110)
Hanomag92271919278ROLAND92 913

Weitere Bilder der Lokomotiven

T 13 Nr. 221 "HERKULES" auf einer Ansichtskarte der Hanomag.
T 13 Nr. 221 „HERKULES“ auf einer Ansichtskarte der Hanomag.
T 13 Nr. 221 "HERKULES" auf einer weiteren Ansichtskarte der Hanomag.
T 13 Nr. 221 „HERKULES“ auf einer weiteren Ansichtskarte der Hanomag.

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Die Lokomotive Nr. 195 "GIMPEL", gebaut 1909 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 5415

1898: Tenderlokomotive für Nebenbahnen

Die Lokomotive Nr. 195 "GIMPEL", gebaut 1909 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 5415
Die Lokomotive Nr. 195 „GIMPEL“, gebaut 1909 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 5415

Beschreibung der Lokomotiven

Durch erhöhte Anforderungen sowohl im Verschiebedienst als auch auf den Nebenbahnen war die Oldenburgische Eisenbahnverwaltung im Jahre 1898 erstmalig gezwungen, C-gekuppelte Tenderlokomotiven zu beschaffen.
Als Vorbild dienten die preußischen T 3, jedoch waren die oldenburgischen Maschinen etwas kräftiger gebaut. Bei einem Dienstgewicht von 33 t ergab sich eine Kuppelachsfahrmasse von 11 t. Offensichtlich wurde eine mittlere Achsfahrmasse von 14 t bei den B-Kupplern als zu hoch für den schwachen Oberbau empfunden. In Kessel- und Zylinderabmessungen waren die neuen Lokomotiven den zweifachgekuppelten nicht überlegen, doch bot der geringere Achsdruck gewisse Vorteile.

Die Maschinen wurden wiederum der Tradition entsprechend ohne Dampfdom und mit dem Regler in der Rauchkammer geliefert. Noch im Jahre 1909 wurden drei Lokomotiven fast unverändert nachbeschafft. Alle Lokomotiven erhielten eine Westinghouse- Luftdruckbremse, die für den Dienst auf Nebenbahnen vorgesehenen zusätzlich noch eine Heberlein-Bremseinrichtung und ein Dampfläutewerk. Die im Jahre 1909 gelieferten Maschinen hatten eine kleinere Rostfläche; sie waren ausschließlich für den Rangierdienst vorgesehen.
Die Tenderlokomotiven waren die ersten, die das Eigentumszeichen der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn, das oldenburgische Staatswappen mit der Unterschrift G.O.E. trugen.

Die Deutsche Reichsbahn übernahm alle Maschinen noch in den vorläufigen Umzeichnungsplan, zu Umzeichnung ist es dann aber nicht mehr gekommen. Eine der Lokomotiven kam 1918 an die Kleinbahn Zwischenahn-Edewecht, von hier gelangte sie 1935 als Werkslokomotive an die Klöckner-Werke. Eine weitere kam ebenfalls als Werkslokomotive an die Zuckerfabrik Östrum.


Technische Daten der Lokomotiven

BauartC-n2
Baujahr1898 – 1909
Länge über Puffer8300 mm
Höchstgeschwindigkeit45 km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser1100 mm
Laufraddurchmesser vorn
Laufraddurchmesser hinten
Zylinderdurchmesser340 mm
Kolbenhub550 mm
Rostfläche1,35 qm
Heizfläche59,1 qm
Kesselüberdruck12,0 bar
Leergewicht24,7 t
Dienstgewicht33,0 t
Reibungsgewicht33,0 t
Tender

Skizze der Lokomotiven

Skizze der oldenburgischen T 3 in unterschiedlichen Bauausführungen. Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968
Skizze der oldenburgischen T 3 in unterschiedlichen Bauausführungen. Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hanomag32001898123SPECHT98 201
Hanomag32011898124STAAR98 202? an Kleinbahn Zwischenahn – Edewecht
1935 an Fa. Klöckner
Hanomag32021898125FINK98 203
Hanomag32031899126SPATZ98 204
Hanomag32041899127DROSSEL98 205
Hanomag32051899128WACHTEL98 206
Hanomag34181900135AMSEL98 207
Hanomag34191900136LERCHE98 208
Hanomag34201900137ZEISIG98 209
Hanomag34211900138MEISE98 210
Hanomag36141901145AMMER98 211
Hanomag36151901146STIEGLITZ98 212
Hanomag54141909194SPERLING98 213
Hanomag54151909195GIMPEL98 214
Hanomag54161909196HÄNFLING98 215? Werklok Carl Halbach KG (Bernbruch)
ausgemustert nach 1961

Weitere Bilder der Lokomotiven

T 3 Nr. 124 "STAAR", 1919 kam sie an die Kleinbahn Zwischenahn - Edewecht, 1935 an Klöckner
T 3 Nr. 124 „STAAR“, 1919 kam sie an die Kleinbahn Zwischenahn – Edewecht, 1935 an Klöckner
T 3 Nr. 124 "STAAR" sollte bei der Reichsbahn die Nummer 98 202 erhalten, dazu kam es jedoch nicht mehr.
T 3 Nr. 124 „STAAR“ sollte bei der Reichsbahn die Nummer 98 202 erhalten, dazu kam es jedoch nicht mehr.
T 3 Nr. 124 "STAAR" wartet auf den nächsten Einsatz
T 3 Nr. 124 „STAAR“ wartet auf den nächsten Einsatz
Die Nr 135 „AMSEL“ im Bahnhof Carolinensiel. Die Maschine kam später zu Zuckerfabrik Östrum.
Die Nr 135 „AMSEL“ im Bahnhof Carolinensiel. Die Maschine kam später zu Zuckerfabrik Östrum.

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Die Lokomotive Nr. 158 "BELFORT", gebaut 1903 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 4108

1895: Güterzuglokomotive

Die Lokomotive Nr. 158 "BELFORT", gebaut 1903 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 4108
Die Lokomotive Nr. 158 „BELFORT“, gebaut 1903 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 4108

Beschreibung der Lokomotiven

Bis 1894 hatte die Oldenburgische Staatsbahn die B-Lokomotiven auch für den gemischten Güterzugdienst benutzt. Dies reichte auch aus. Mit dem Aufblühen des Wirtschaftslebens Anfang der 90er Jahre genügten diese B-Kuppler jedoch den erhöhten Ansprüchen des Güterzugdienstes nicht mehr. Daher wurde bei der HANOMAG eine C-n2v Güterzuglokomotive in Auftrag gegeben, die weitgehend der gleichen preußischen Gattung entsprach.
Nach oldenburger Eigenart wurde der Dom fortgelassen, der Regler lag im Innern der Rauchkammer. Um passende Füllungsverhältnisse zwischen Hoch- und Niederdruckzylinder zu erhalten, wurde die innenliegende Allan-Steuerung ähnlich wie bei den B-Lokomotiven von 1894 ausgeführt. Mit dieser Art der Steuerung wurden nur die Lieferungen dieser beiden Baureihen aus den Jahren 1894/95 ausgerüstet, alle späteren Lokomotiven erhielten eine Heusinger-Steuerung.

Die Lokomotive ist in mehreren Serien bis 1905 fast unverändert gebaut worden. Ab 1907 erhielten die Lokomotiven einen Verbinderdampftrockner Bauart Ranafier. Dieser lag als U-förmiges Bündel in der Rauchkammer und hatte eine Heizfläche von 12 – 14 qm. Gleichzeitig erhielt diese Ausführung einen Dampfdom, da auch ungereinigtes Wasser verwendet werden musste, welches ein starkes Aufschäumen verursachte.

Bei den Maschinen handelte es sich um die ersten für den reinen Güterzugdienst beschafften. Fortan wurde auch bei der Oldenburgischen Staatsbahn zwischen Personen- und Güterzuglokomotiven unterschieden.

Nach dem ersten Weltkrieg gingen sieben Lokomotiven als Reparationsleistung nach Belgien, eine kam zur französischen Nordbahn. Von der Deutschen Reichsbahn wurden 11 Maschinen in die Reihe 53.10 übernommen.


Technische Daten der Lokomotiven

BauartC n2v
Baujahr1895 – 1909
Länge über Puffer15131 mm
Höchstgeschwindigkeit45 km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser1340 mm
Laufraddurchmesser vorn
Laufraddurchmesser hinten
Zylinderdurchmesser460/650 mm
Kolbenhub630 mm
Rostfläche1,53 qm
Heizfläche117,5 qm
Kesselüberdruck12 bar
Leergewicht34,6 t
Dienstgewicht40,2 t
Reibungsgewicht40,2 t
Tender3 T 12

Skizze der Lokomotiven

Szizzen der unterschiedlichen Bauformen der oldenburgischen G 4.2 Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968
Skizzen der unterschiedlichen Bauformen der oldenburgischen G 4.2 Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hanomag27431895102WÖRTH
Hanomag27441895103MARS LA TOUR
Hanomag27451895104SEDAN
Hanomag27461895105METZ53 1001
Hanomag27471895106STRASSBURG53 1002
Hanomag30291897117WEISSENBURG
Hanomag30301897118SPICHERN1919 an Frankreich (Nord)
Hanomag30311897119GRAVELOTTE
Hanomag30321897120BEAUNE LA ROLANDE
Hanomag30331897121LE MANS1919 an Belgien (9921)
Hanomag30341897122ORLEANS
Hanomag41051903155VIONVILLE1919 an Belgien (9955)
Hanomag41061903156ST. PRIVAT1919 an Belgien (9956)
Hanomag41071903157BEAUMONT1919 an Belgien (9957)
Hanomag41081903158BELFORT1919 an Belgien (9958)
Hanomag42801904159TOUL
Hanomag44061905165VERDUN1919 an Belgien (9965)
Hanomag44071905166AMIENS53 1003ausgemustert 1926
Hanomag49931907179PREUSSEN53 1051
Hanomag49941907180BAYERN53 1052ausgemustert 1927
Hanomag49951907181SACHSEN53 1053
Hanomag51591907182WÜRTTEMBERG53 1054
Hanomag51601907183BADEN53 1055
Hanomag51611907184HESSEN1919 an Belgien (9994)
Hanomag54111909191MECKLENBURG53 1056ausgemustert 1927
Hanomag54121909192OLDENBURG53 1057
Hanomag54131909193BRAUNSCHWEIG53 1058

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Skizze der T 1, wie sie aus der G1 umgebaut wurde. Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

1878: Tenderlokomotive

Beschreibung der Lokomotiven

Im Jahre 1878 bestand ein erhöhter Bedarf an Tenderlokomotiven. In der Eisenbahnwerkstätte Oldenburg wurden daher vier Lokomotiven der Gattung G 1, die 1873 von Wöhlert als Schlepptenderlokomotiven geliefert wurden, zu Tenderlokomotiven umgebaut. Bereits 1871 hatte man mehrere Tenderlokomotiven der Gattung T 1.2 neu gebaut, die nötige Erfahrung lag also vor.

Die vielseitigen Maschinen, die durch den Umbau entstanden, waren gleichermaßen im Strecken- wie im Verschiebedienst einsetzbar.

In der äußeren Erscheinung glichen die Lokomotiven den damals eingesetzten Tenderlokomotiven; insbesondere das Führerhaus, mit dem nach vorne und hinten gewölbten Dach und den großen seitlichen Öffnungen, wurde übernommen. Vor dem Führerhaus befanden sich auf beiden Seiten Kohlebehälter. Der Rahmen war ein genieteter Blechrahmen, der als Wasserkastenrahmen ausgeführt war. Dieser Wasserkastenrahmen war eine Neuerung, die Krauß einführte. Als er in München sein Werk eröffnete, machte seine erste Maschine, die damit ausgerüstet war, die „LANDWÜHRDEN“, großes Aufsehen und errang auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille.

Die Maschinen waren mit einer Wurfhebelbremse ausgerüstet, die einseitig von vorne auf die Treibräder wirkte.
Diese Umbauten waren die letzten, die in der oldenburger Hauptwerkstätte durchgeführt wurden. In der Folgezeit wurden nur noch Teile wie Lokomotivkessel oder Tender hergestellt. Auch Güter oder Gepäckwagen wurden selbst gefertigt.

Die oldenburger Hauptwerkstätte war in der Lage, äußerst kostengünstig zu arbeiten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden hier Dampflokomotiven im Vergleich mit den anderen Eisenbahnen Deutschlands zu den niedrigsten Kosten unterhalten.


Technische Daten der Lokomotiven

BauartB-n2
Baujahr1873/1878
Länge über Puffer7775  mm
Höchstgeschwindigkeit60 km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser1520 mm
Laufraddurchmesser vorn
Laufraddurchmesser hinten
Zylinderdurchmesser360 mm
Kolbenhub560 mm
Rostfläche1,0 qm
Heizfläche87,0 qm
Kesselüberdruck10 bar
Leergewicht? t
Dienstgewicht? t
Reibungsgewicht? t
Tender

Skizze der Lokomotiven

Skizze der T 1, wie sie aus der G1 umgebaut wurde. Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968
Skizze der T 1, wie sie aus der G1 umgebaut wurde. Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Wöhlert429187323LIENE1878 Umbau in Tenderloks (T1)
Wöhlert430187324JADE1879 Umbau in Tenderloks (T1)
Wöhlert431187325AHNE1880 Umbau in Tenderloks (T1)
Wöhlert432187326WAPEL1881 Umbau in Tenderloks (T1)

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Die Lokomotive Nr. 11 "LANDWÜHRDEN" war die erste von Krauss in München gebaute Lokomotive. In Oldenburg erhielt sie 1894 noch einen Ersatzkessel, wurde dann aber 1900 ausgemustert. Krauss kaufte sie seinerzeit zurück und rstaurierte sie. Heute ist die Lokomotive im Deutschen Museum in München zu besichtigen, leider ohne Tender.

1867: Lokomotive für den gemischten Dienst

Die Lokomotive Nr. 11 "LANDWÜHRDEN" war die erste von Krauss in München gebaute Lokomotive. In Oldenburg erhielt sie 1894 noch einen Ersatzkessel, wurde dann aber 1900 ausgemustert. Krauss kaufte sie seinerzeit zurück und restaurierte sie. Heute ist die Lokomotive im Deutschen Museum in München zu besichtigen, leider ohne Tender.
Die Lokomotive Nr. 11 „LANDWÜHRDEN“ war die erste von Krauss in München gebaute Lokomotive. In Oldenburg erhielt sie 1894 noch einen Ersatzkessel, wurde dann aber 1900 ausgemustert. Krauss kaufte sie seinerzeit zurück und restaurierte sie. Heute ist die Lokomotive im Deutschen Museum in München zu besichtigen, leider ohne Tender.

Beschreibung der Lokomotiven

Nach den Entwürfen des Obermaschinenmeisters Krauss, der für die schweizerische Nord-Ost-Bahn bereits zweiachsige Lokomotiven gebaut hatte, bestellte man bei Hartmann in Chemnitz sechs Lokomotiven, die noch 1866 geliefert wurden. Weitere 40 Maschinen wurden von Krauss, der inzwischen in München eine eigene Lokomotivfabrik gegründet hatte, Wöhlert in Berlin und Hohenzollern in Düsseldorf bis 1877 geliefert. In den Jahren 1889/91 wurden nochmals acht Maschinen nachbeschafft, deren vergrößerter Achsstand die Erhöhung der Geschwindigkeit auf 75 km/h erlaubte.

Die Lokomotiven erhielten sämtlich Kessel ohne Dampfdom, stattdessen hatten sie ein innenliegendes Dampfsammelrohr. In späteren Jahren wurden noch Sandstreuer und Zentralschmierung angebracht.

Die von Hohenzollern 1876/77 gefertigten Lokomotiven erhielten in den neunziger Jahren neue, leistungsfähigere Kessel, zwei weitere ankerlose Kessel mit Wellrohrfeuerbüchse der Bauart Lentz, die sich jedoch nicht bewährten.
Bis 1875 wurde bei der Oldenburgischen Staatsbahn ausschließlich Torf aus den heimischen Mooren gefeuert. Die gedeckten Torftender hatten im Dach Klappen zum Beladen, der Wasserkasten war ganz im unteren Rahmen untergebracht. Tender und Lok wurden durch eine Querkupplung der Bauart Wolff verbunden, wodurch für die für eine kleine Lok verhältnismäßig hohe Geschwindigkeit von 60 km/h erreicht werden konnte.

Bemerkenswert ist, daß im Jahre 1878 vier Lokomotiven in Tenderlokomotiven der Gattung T1 umgebaut wurden.
Die Maschinen der Gattung G1 bewährten sich außerordentlich gut, was dazu führte, dass die letzten erst 1925 ausgemustert wurden. Die Lokomotive „Landwührden“ war die erste von Krauss gefertigte; sie wurde nach ihrem Ausscheiden im Jahre 1900 zurückgekauft und dem Deutschen Museum in München überwiesen. Noch heute ist sie, allerdings ohne Tender, zu bewundern.


Technische Daten der Lokomotiven

BauartB-n2
Baujahr1866 – 1891
Länge über Puffer13285  mm
Höchstgeschwindigkeit60 km/h
Treib- / Kuppelraddurchmesser1520 mm
Laufraddurchmesser vorn
Laufraddurchmesser hinten
Zylinderdurchmesser360 mm
Kolbenhub560 mm
Rostfläche1,0 qm
Heizfläche87,0 qm
Kesselüberdruck10 bar
Leergewicht19,5 t
Dienstgewicht22,5 t
Reibungsgewicht22,5 t
Tender2 T 5,5

Skizze der Lokomotiven

Hier eine Skizze der unterschiedlichen Ausführungen der G 1 wie sie in den unterschiedlichen Zeiträumen beschafft wurde.
Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968
Hier eine Skizze der unterschiedlichen Ausführungen der G 1 wie sie in den unterschiedlichen Zeiträumen beschafft wurde. Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Verzeichnis der Lokomotiven

HerstellerFabrik-
Nummer
BaujahrG.O.E.-
Nummer
G.O.E.-
Name
DR
Nummer
Bemerkung
Hartmann28818661OESTRINGENausgemustert vor 1913
Hartmann28918662STADLANDausgemustert vor 1912
Hartmann29018663STEDINGENausgemustert vor 1912
Hartmann29118664WANGERLANDausgemustert vor 1912
Hartmann29218665SAGTERLANDausgemustert vor 1914
Hartmann29318666AMMERLANDausgemustert vor 1912
Krauss218677BUTJADINGENausgemustert vor 1912
Krauss318678MÜNSTERLANDausgemustert vor 1914
Krauss418679RÜSTRINGENausgemustert vor 1912
Krauss5186710MOORIEM ausgemustert vor 1913
Krauss1186711LANDWÜHRDEN1884 Ersatzkessel
ausgemustert 1900
museal erhalten
Krauss36186812WANGEROOGausgemustert vor 1918
Krauss43186913HARLINGERLANDausgemustert vor 1914
Krauss44186914NESSERLANDausgemustert vor 1915
Krauss45186915LEEDINGERLAND ausgemustert vor 1915
Krauss46186916RHEIDERLANDausgemustert vor 1914
Krauss47186917GRONINGERLANDausgemustert vor 1918
Wöhlert48186918FRIESLAND1890 Lentz-Kessel eingebaut
ausgemustert 1897
Wöhlert425187319HUNTE
Wöhlert426187320WESER
Wöhlert427187321OLLEN
Wöhlert428187322HEETE
Wöhlert429187323LIENE1878 Umbau in Tenderloks (T1)
Wöhlert430187324JADE1879 Umbau in Tenderloks (T1)
Wöhlert431187325AHNE1880 Umbau in Tenderloks (T1)
Wöhlert432187326WAPEL1881 Umbau in Tenderloks (T1)
Hohenzollern22187627OCHTUMausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern23187628DELMEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern24187629WELSEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern25187630LETHEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern26187631HAARENausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern27187632MADEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern28187633HAASEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern29187634MARKAausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern30187635SOESTEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern31187636LEDAausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern32187637VERNEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern33187638DREPTEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern34187639HOHENZOLLERNausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern35187640ORANIENausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern51187741ELSEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern52187742DÜTEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern53187743LAHE
Hohenzollern54187744JÜMMEausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern55187745EMSausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern56187746DINKELausgemustert 1923 – 1925
Hohenzollern522188977SPIEKEROOGausgemustert 1911
Hohenzollern523188978NORDERNEYausgemustert 1914
Hohenzollern524188979BORKUMausgemustert 1911
Hohenzollern615189187HELGOLANDausgemustert vor 1918
Hohenzollern616189188LANGEOOGausgemustert vor 1918
Hohenzollern617189189BALTRUM
Hohenzollern618189190JUIST
Hohenzollern619189191ROTTUM

Weitere Bilder der Lokomotiven

Die Nr. 11 "LANDWÜHRDEN", gebaut als erste lokomotive bei Krauss in München auf einer französischen Postkarte. Hier wird sie als fälschlicherweise als Lok der Bayrischen Staatsbahn ausgewiesen, was sich wohl auf den von dort stammenden Hersteller zurückführen lässt.
Die Nr. 11 „LANDWÜHRDEN“, gebaut als erste lokomotive bei Krauss in München auf einer französischen Postkarte. Hier wird sie als fälschlicherweise als Lok der Bayrischen Staatsbahn ausgewiesen, was sich wohl auf den von dort stammendem Hersteller zurückführen lässt.
Die Lokomotive Nr. 8 "MÜNSTERLAND", gebaut 1867 von Krauss in München mit der Fabriknummer 3. Die Maschine ist noch mit dem typischen gedeckten Torftender gekuppelt. Ab Mitte der 1870er Jahre wurde zunehmend auf Kohlenfeuerung umgestellt, in diesem Zuge wurden auch die Tender umgebaut, wie z.B. auf dem Bild unten der "BORKUM" zu sehen. Die "MÜNSTERLAND" wurde nach fast 50 Betriebsjahren um 1914 ausgemustert.
Die Lokomotive Nr. 8 „MÜNSTERLAND“, gebaut 1867 von Krauss in München mit der Fabriknummer 3. Die Maschine ist noch mit dem typischen gedeckten Torftender gekuppelt. Ab Mitte der 1870er Jahre wurde zunehmend auf Kohlenfeuerung umgestellt, in diesem Zuge wurden auch die Tender umgebaut, wie z.B. auf dem Bild unten der „BORKUM“ zu sehen. Die „MÜNSTERLAND“ wurde nach fast 50 Betriebsjahren um 1914 ausgemustert.
Die Nummer 36 "LEDA" wurde unter der Fabriknummer 32 von Hohenzollern gebaut. Im Vorläufigen Umzeichnungsplan noch für die Nummer 51 7010 vorgesehen, wurde sie jedoch zwischen 1923 und 1925 ausgemustert.
Die Nummer 36 „LEDA“ wurde unter der Fabriknummer 32 von Hohenzollern gebaut. Im Vorläufigen Umzeichnungsplan noch für die Nummer 51 7010 vorgesehen, wurde sie jedoch zwischen 1923 und 1925 ausgemustert.
Die Abbildung zeigt die Nr. 18 "FRIESLAND", die 1869 von Krauss in München mit der Fabriknummer 48 gebaut wurde. 1890 wurde versuchsweise ein Kessel mit Wellrohrfeuerung Bauart Lentz eingebaut, der sich aber nicht bewährte. Erkennbar ist die Kesselbauart an dem vor dem Führerhaus ansteigenden Kessel. Die Maschine wurde um 1897 ausgemustert.
Die Abbildung zeigt die Nr. 18 „FRIESLAND“, die 1869 von Krauss in München mit der Fabriknummer 48 gebaut wurde. 1890 wurde versuchsweise ein Kessel mit Wellrohrfeuerung Bauart Lentz eingebaut, der sich aber nicht bewährte. Erkennbar ist die Kesselbauart an dem vor dem Führerhaus ansteigenden Kessel. Die Maschine wurde um 1897 ausgemustert.
Die 1876 von Hohenzollern unter der Fabriknummer 30 gebaute "SOESTE" (Bahnnummer 35) vor einem Zug im oldenburgischen. Im vorläufigen Umzeichnugsplan erhielt die Lok noch die Nummer 51 7009, wurde aber bereits zwischen 1923 und 1925 ausgemustert.
Die 1876 von Hohenzollern unter der Fabriknummer 30 gebaute „SOESTE“ (Bahnnummer 35) vor einem Zug im oldenburgischen. Im vorläufigen Umzeichnugsplan erhielt die Lok noch die Nummer 51 7009, wurde aber bereits zwischen 1923 und 1925 ausgemustert.
Eine weitere Ansicht mit der Nr. 36 "LEDA", diesmal vermutlich in der Ausbesserungswerkstätte in Oldenburg. Ein Teil der Belegschaft posiert vor und auf der Lokomotive.
Eine weitere Ansicht mit der Nr. 36 „LEDA“, diesmal vermutlich in der Ausbesserungswerkstätte in Oldenburg. Ein Teil der Belegschaft posiert vor und auf der Lokomotive.
Die Nummer 39 "HOHENZOLLERN" wurde 1876 von der gleichnamigen Maschinenfabrik an die G.O.E. ausgeliefert. Vorgesehen für die Nummer 51 7013 wurde die Lok jedoch bereits zwischen 1923 und 1925 ausgemustert. Das Bild zeigt sie im Betriebswerk, vermutlich in Oldenburg. Im Hintergrund ist noch eine T 1.2 zu erkennen.
Die Nummer 39 „HOHENZOLLERN“ wurde 1876 von der gleichnamigen Maschinenfabrik an die G.O.E. ausgeliefert. Vorgesehen für die Nummer 51 7013 wurde die Lok jedoch bereits zwischen 1923 und 1925 ausgemustert. Das Bild zeigt sie im Betriebswerk, vermutlich in Oldenburg. Im Hintergrund ist noch eine T 1.2 zu erkennen.
Eine unbekannte G 1 bei der Aufgleisung nach einem Unfall.
Eine unbekannte G 1 bei der Aufgleisung nach einem Unfall.

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