1921: Güterzug-Tenderlokomotive, T 13.1, Baureihe 92.4
Die Lokomotive Nr. 286, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9756
Technische Daten der Lokomotive:
| Bauart | D-h2 | Heizfläche | 141,8 qm | ||
| Treib- / Kuppelraddurchmesser | 1250 mm | Zylinderdurchmesser | 530 mm | ||
| Laufraddurchmesser vorn | - | Kolbenhub | 600 mm | ||
| Laufraddurchmesser hinten | - | Leergewicht | 53,2 t | ||
| Länge über Puffer | 11100 mm | Dienstgewicht | 65,3 t | ||
| Höchstgeschwindigkeit | 45 km/h | Reibungsgewicht | 65,3 t | ||
| Kesselüberdruck | 12,0 bar | Tender | - | ||
| Rostfläche | 1,75 qm | Baujahr | 1921 |
Beschreibung der Lokomotive
Als ab 1911 die vierfach gekuppelte Tenderlokomotiven in Dienst gestellt wurden, waren diese noch als Naßdamplokomotiven ausgeführt. Auch die 1919 gebauten Maschinen arbeiteten noch nach diesem Prinzip. Dies ist an sich verwunderlich, hatte sich doch gerade bei Tenderlokomotiven mit ihren beschränkten Vorräten das Heißdampfprinzip als angebracht erwiesen.
Trotzden dauerte es noch bis 1921, bis in Oldenburg auch Tenderlokomotiven in der Heißdampfausführung zum Einsatz kamen, nachdem ja bereits die Schnellzuglokomotive von 1917 mit diesem Triebwerk gebaut worden war.
Die preußische T 13.1, die bereits seit 1916 in Heißdampfausführung gebaut wurde, wurde mit geringen Änderungen übernommen. Da sie von vorneherein für den Personenzugdienst und den Verkehr auf Nebenbahnen vorgesehen war, hat sie eine Lentz- Ventilsteuerung erhalten. Mit den Schmidt'schen Kleinrohrüberhitzer wurde eine schnellere Überhitzung erreicht, gerade auf Nebenbahnen und im Streckendienst mit häufigen Unterwegshalten war dies von großem Vorteil.
Der Zylinderdurchmesser ist wegen des größeren Expansionsvermögens auf 530 mm vergrößert worden. Außerdem wurde eine Dampfstrahlpumpe durch eine Kolbenspeisepumpe mit Abdampfspeisewasservorwärmer der Bauart Knorr ersetzt, der auf dem Kessel montiert war.
Von der Deutschen Reichsbahn wurden alle vier Maschinen übernommen. Nach dem zweiten Weltkrieg gelangte eine an die Deutsche Reichsbahn der DDR, die drei anderen an Kleinbahnen, nämlich die Kleinbahn Vorwohle-Emmertal, die Westfälische Landeseisenbahn und an die Kleinbahn Voldagsen-Duingen-Delligsen. Bei diesen Bahnen wurden sie Ende der 50er Jahre ausgemustert.