Bahnlinien

DIE BAHNLINIEN IM BEREICH DER G.O.E.

Hauptbahnen, Nebenbahnen und Bahnen im Besitz der Kreise und Gemenden erschlossen das Großherzogtum

Das Großherzogtum Oldenburg erhielt 1867 als eines der letzten Länder in Deutschland einen Eisenbahnanschluß. Die G.O.E. war die letzte gegründete Staatsbahn und gleichzeitig auch die kleinste.

Nach der Gründung wurde zunächst ein Netz von Hauptbahnen gebaut, die sich in Oldenburg kreuzten. Nachdem dieses Netz aufgebaut war, wurde das Land mit einem relativ dichten Netz von Nebenbahnen überzogen. Diese erschlossen weitestgehend das landwirtschaftlich geprägte Hinterland. Eine Ausnahme bildeten die Vareler Nebenbahnen, die ein hauptsächlich industriell geprägtes Gebiet erschlossen.

Zusätzlich zu den Staatsbahnstrecken wurden einige Gebiete durch Initiative der beteiligten Gemeinden über eigene Gesellschaften erschlossen. Die Betriebsführung lag dann oft bei der Staatsbahn, teilweise fand ein gemeinsamer Betrieb statt.

Die Entwicklung des oldenburgischen Streckennetzes

Zunächst baute die G.O.E. die Hauptstrecken im Großherzogtum, die später dann durch zahlreiche Nebenbahnen ergänzt wurden. Zum Ende der G.O.E. umfasste das Netz ca. 680 km. Hinzu kamen zahlreiche Anschlüsse und verschiedene Kleinbahnen unter staatlicher oder privater Verwaltung.

Die Karte ist erschienen in: "Die Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen. Ein Rückblick auf die ersten 50 Jahre ihres Bestehens 1867-1917" Festschrift, herausgegeben duch die Verwaltung der GOE, Oldenburg 1917.

Hauptbahnen

Von 1867 bis 1876 war der Bau des Hauptstreckennetzes abgeschlossen. Lediglich die Strecke Oldenburg - Brake folgte im Jahre 1896.
Im einzelnen wurden die folgenden Hauptbahnen gebaut:

  • Oldenburg - Bremen
  • Oldenburg - Heppens (Wilhelmshaven)
  • Oldenburg - Leer
  • Sande - Jever
  • Hude - Nordenham
  • Oldenburg - Osnabrück
  • Ihrhove - Neuschanz
  • Oldenburg - Brake

Die Strecke Oldenburg - Heppens wurde zunächst von der Preußischen Staatsbahn gebaut, Oldenburg war daran ebenfalls beteiligt. Eigentümer war Preußen, der Betrieb oblag jedoch Oldenburg. Erst später ging die Bahnlinie in den oldenburgischen Besitz über.

Nebenbahnen

 Zur Vervollständigung des bestehenden Streckennetzes wurden ab Mitte der 1870er Jahre zahlreiche Nebenbahnen gebaut.
Die Nebenstrecken der Hauptbahnen waren die Folgenden:

  • Delmenhorst - Hesepe
  • Holdorf - Damme
  • Delmenhorst - Lemwerder
  • Varel - Neuenburg
  • Borgstede - Bramloge
  • Varel - Varelerhafen
  • Ellenserdamm - Ellenserdammersiel
  • Ellenserdamm - Ocholt
  • Varel - Rodenkirchen
  • Jever - Vereinigung (Landesgrenze)
  • Jever - Carolinensiel -Harle
  • Nordenham - Blexen
  • Ahlhorn - Falkenrott
  • Essen - Lewinghausen (Landesgrenze)
  • Cloppenburg - Ocholt

Die Strecke Delmenhorst - Lemwerder wurde erst nach dem Ende der Länderbahnen am 01.11.1922 eröffnet, Pläne für die Strecke lagen aber bereits bei der G.O.E. vor.

Strecken anderer Gesellschaften

Weiterhin waren auf oldenburgischem Gebiet einige weitere Gesellschaften tätig, deren Strecken seien hier aufgelistet:

  • Ocholt - Westerstede (750mm, bis 1904)
  • Inselbahn Wangerooge (1000mm)
  • Cloppenburg - Landesgrenze (750mm)
  • Lohne Dinklage
  • Nordenham - Eckwarderhörne
  • Zwischenahn - Edewecht - Edewechterdamm
  • Vechta - Cloppenburg
  • Ankum - Bersenbrück
  • Delmenhorst - Harpstedt
  • Bremen - Thedinghausen

Beschreibung der oldenburgischen Bahnlinien